Glossar ARP Das Address Resolution Protocol ist ein Netzwerkprotokoll, das die Zuordnung von IP-Adressen zu MAC-Adressen möglich macht. Broadcast Richtet sich im Ethernet eine Anfrage an die IP-Adresse 255.255.255.255, reagieren sämtliche Clients im Netzwerk. ARP- und DHCP-Protokolle nutzen Broadcast, um IP-Adressen den MAC-Adressen der Karten zuzuordnen. CIDR Classless Internet-Domain Routing, stammt von 1993 und nutzt die verfügbaren IP-v4-Adressen effizienter. CIDR ersetzt die Netzklassen durch ein ziemlich kompliziertes System von Sub- und Supernetting. Client Der Begriff Client wird umgangssprachlich auch oft verwendet, um Computer in einem Rechnernetz zu bezeichnen, auf denen bevorzugt Client-Anwendungen ausgeführt werden. DHCP Dynamic Host Configuration Protocol. Es handelt isch um ein Protokoll, über das ein Client sowie ein Server kommunizieren. Der Client läuft auf einem Rechner und beantragt eine IP-Adresse beim DHCP-Server. Dieser läuft häufig auf einem Router und versorgt den Client mit einer IP-Adresse. Er übermittelt allerdings gleichzeitig eine Netzmaske, ein Gateway und einen DNS-Server. So integriert sich ein Rechner dank DHCP ohne Tipparbeit ins Netzwerk. DNS Domain Name System. Dienst, um Namen aufzulösen, also auf Namensanfragen (z.B. "www.opensuse.de") mit der zugehörigen IP-Adresse zu antworten.
Domain(name) Jeder Name einer Domain im Internet besteht aus einer Folge von durch Punkte getrennten Namen. Die Bezeichnung Top-Level-Domain (vom englischen top level domain, übersetzt Bereich oberster Ebene; Abkürzung TLD) bezeichnet dabei den letzten Namen dieser Folge und stellt die höchste Ebene der Namensauflösung dar. Heißt der Rechner beispielsweise www.wikipedia.org, so ist org die Top-Level-Domain dieses Rechnernamens. Als Subdomain bezeichnet man dabei eine Domain, welche in der Hierarchie unterhalb einer anderen liegt. Im allgemeinen Sprachgebrauch sind damit Domains in der dritten oder einer weiteren Ebene gemeint. Ethernet Ethernet ist eine kabelgebundene Datennetztechnologie für lokale Datennetze (LANs in engl. Local Area Network). Sie ermöglicht den Datenaustausch in Form von Datenrahmen zwischen allen in einem lokalen Netz (LAN) angeschlossenen Geräten (Computer, Drucker, etc.). Nur in seiner traditionellen Ausprägung erstreckt sich das LAN dabei nur über ein Gebäude. Ethernet-Technologie verbindet heute auch Geräte über weite Entfernungen. Gateway Das Internet besteht aus vielen Netzwerken. Gateways bilden die Knotenpunkte und Übergänge dazwischen. Ein Gateway sammelt Anfragen aus einem Netzwerk und leitet sie in ein anderes Netzwerk weiter. Router dienen oft als Gateways. Host Als Host (engl. Wirt, Gastgeber) wird in der Informationstechnik ein Computer in einem Netzwerk bezeichnet, auf dem ein oder mehrere Server betrieben werden. Aus diesem Zusammenhang heraus werden Hosts umgangssprachlich häufig als Server bezeichnet. IP Das Internet Protocol ist ein in Computernetzen weit verbreitetes Netzwerkprotokoll. IP bildet die erste vom Übertragungsmedium unabhängige Schicht der Internet-Protokoll-Familie. Das bedeutet, dass mittels IP-Adresse und Subnetzmaske (subnet mask) Computer innerhalb eines Netzwerkes in logische Einheiten, so genannte Subnetze, gruppiert werden können. IP-Adresse Eine IP-Adresse besteht aus vier 8 Bit großen Blöcken, umfasst also insgesamt 32 Bit. Jeder der Blöcke erhält einen Wert zwischen 0 und 255 (z.B. 192.168.0.1). Mit IP-Adressen sind hier IP-v4-Adressen gemeint. Sie gelten weltweit - ihre Anzahl ist begrenzt. Wegen ständiger Mangel der freien IP-Adressen entsteht seit einiger Zeit ein IP-v6-Netzwerk, das wesentlich mehr Adressen umfasst (IP-v6-Adressen bestehen aus 8 Blöcken zu je 16 Bit, die 128 Bit lange Adressen erlauben etwa 340 Sextillionen Adresskombinationen). IP-Adressen sind von der Hardware unabhängig. Die Verteilung der Adressen unterliegt einem strengen System (siehe dazu Netzklassen). Loopback Das Internet Protocol (IP) spezifiziert ein Loopback-Netzwerk - die interne, virtuelle Netzwerkschnittstelle. Bei IP-v4 hat es die CIDR-Adressen 127.0.0.1 bis 127.255.255.254. Die am häufigsten verwendete IP-Adresse eines Loopback-Netzwerkes ist die Adresse 127.0.0.1, die auch standardmäßig mit dem Domainnamen localhost angesprochen werden kann. Auf Linux-Systemen wird die Loopback-Schnittstelle allgemein lo oder lo0 genannt. MAC-Adresse Media Access Control, Hardware-Adresse von Netzwerkkarten. Sie besteht aus sechs Hexadezimalzahlen, die jeweils ein Doppelpunkt trennt (z.B. 00:0B:CD:08:54:A0). Ein Teil dieser Bytes identifiziert den Hersteller der Hardware - bei den letzten drei Bytes handelt es sich um die individuelle Nummerierung des Netzwerkadapters. Jede MAC-Adresse ist weltweit eindeutig. NAT Network Address Translation ist ein Verfahren, um eine IP-Adresse in einem Datenpaket durch eine andere zu ersetzen. NAT kommt häufig zum Einsatz, um private auf öffentliche IP-Adressen und umgekehrt abzubilden. Netzklassen Im CIDR-Modell gehören sämtliche IP-Adressen Netzklassen an. Der Unterschied zwischen den Klassen besteht in ihrer Kapazität für Subnetze. A-Klasse-Netze umfassen viel mehr Subnetze als die Klasse C. Die Klassen D bis F sind für spezielle Zwecke reserviert (siehe Tabelle unten). | Netzklasse | Adressbereich (IP-v4) | | Klasse A | 1.0.0.0 - 127.255.255.255 | | Klasse B | 128.0.0.0 - 191.255.255.255 | | Klasse C | 192.0.0.0 - 223.255.255.255 | | Klasse D-F | 224.0.0.0 - 254.255.255.255 | Innerhalb der Klassen gibt es zusätzlich jeweils einen Bereich von Adressen, welche man nur in privaten (lokalen) Netzwerken einsetzen darf (siehe Tabelle unten). Da Sie mit einer privaten IP-Adresse nicht ins Internet gelangen, nutzen Sie einen Router als Gateway. | Netzklasse | Adressbereich (IP-v4) | | Klasse A | 10.0.0.0 - 10.255.255.255 | | Klasse B | 172.16.0.0 - 172.31.255.255 | | Klasse C | 192.168.0.0 - 192.168.255.255 | Netzmaske Die Netzmaske oder Netzwerkmaske, teils noch als Subnetzmaske bezeichnet, ist eine Bitmaske, die eine IP-Adresse in einen Netzwerk- und einen Geräte- bzw. Hostteil trennt. Sie wird in IP-Netzwerken verwendet, um Routingentscheidungen zu treffen. Die Netzmaske bestimmt, welcher Teil einer IP-Adresse das Netzwerk beschreibt und welcher den Host in dem Netzwerk. Ein gesetztes Bit markiert die Zuständigkeit für das Netzwerk, eine 0 die für den Host. Die Netzmaske 255.255.255.0 sagt also aus, das die ersten 24 Bit der zugehörigen IP-Adresse das Netzwerk identifizieren, die letzten 8 Bit den Host in diesem Netzwerk. Die IP-Adressen der Clients dürfen von der Netzmaske des Hosts nicht abweichen (siehe dazu auch Subnetz). Netzwerkkarte Eine Netzwerkkarte ist eine elektronische Schaltung zur Verbindung eines Computers mit einem lokalen Netzwerk zum Austausch von Daten. NIC Network Interface Card ist ein Kürzel für Netzwerkkarte. OSI-Modell Open Systems Interconnection, besteht aus sieben Ebenen (1 - Bitübertragung, 2 - Sicherung, 3 - Vermittlung, 4 - Transport, 5 - Sitzung, 6 - Darstellung, 7 - Anwendung) und dient als Modell für viele Protokolle in der Telekommunikation. Das Schichtenmodell von TCP/IP orientiert sich am OSI-Modell. Die Daten wandern von der Anwendungsschicht zur Netzzugangsschicht. Router Ein Router ist ein Vermittlungsrechner, der mehrere Rechnernetze koppelt. Das bei ihm eintreffende Netzwerk-Pakete eines Protokolls werden analysiert und zum vorgesehenen Zielnetz (auch Ziel-Subnetze) weitergeleitet oder geroutet. Routing Beim paketvermittelten Routing, wie es z.B. im Internet stattfindet, wird dafür gesorgt, dass logisch adressierte Pakete aus dem Ursprungs-Netz heraus kommen und in Richtung ihres Ziel-Netzes weitergeleitet werden. Routing ist die Basis des Internet – ohne Routing würde das Internet nicht existieren und alle Netze wären autonom. Die Datenpakete können dabei viele verschiedene Zwischen-Netze auf dem Weg zu ihrem Ziel passieren. Im Internet wird das Routing (üblicherweise) auf der IP-Schicht durchgeführt. Das Grundprinzip des Routings anhand eines vom DSL-Provider gelieferten Routers: Wenn sich der Router bei Ihrem DSL-Provider authentifiziert, erhält er per DHCP eine zusätzliche IP-Adresse, welche im Internet gilt, und lernt außerdem die Adresse eines DNS-Server kennen. Als Gateway in Ihrem lokalen Netzwerk bzw. für Ihren Computer verfügt der Router aber bereits über eine IP-Adresse aus dem privaten Netz - also besitzt er nun insgesamt zwei IP-Adressen: Eine davon nutzt er ausschließlich für die Verbindung nach außen, die andere lediglich für das interne Netzwerk. Während der Übermittlung von Paketen verwenden Router das NAT-Verfahren, um private in öffentliche IP-Adressen und umgekehrt zu übersetzen. Subnetz Als Subnetz bezeichnet man die exakte Spezifikation eines Teils des IP-Adressraums. Dabei wird ein zusammenhängender Bereich von IP-Adressen zusammengefasst. Gibt es in einer Firma mehrere Abteilungen, unterteilen Administratoren das Firmennetz gerne in Subnetze mit eigenen Domainnamen und Gateways - ein Beispiel: Alle Rechner mit der IP-Adresse 10.2.158.xxx gehören zu einem Subnetz. Der Admin ersetzt xxx durch Werte 1 bis 254. In diesem Netzwerk kann es also 254 Clients geben; die 0 bezeichnet dabei die Netzadresse; bei 255 handelt es sich um die so genannte Broadcast-Adresse für Rundsendungen im Netz. Die dazugehörige Netzmaske 255.255.255.0 beschreibt den IP-Adressenbereich des Subnetzes (siehe auch Netzmaske). Supernetting Supernetting ist ein Begriff aus dem alten klassenbasierten Verfahren zur Adressierung von IP-Netzwerken. TCP Transmission Connection Protocol ist ein verbindungsorientiertes Protokoll, das eine bidirektionale Verbindung zwischen den Kommunikationspartnern aufbaut. Es spürt verlorene Pakete auf und sorgt dafür, dass der Sender sie erneut verschickt. Über eine Checksumme und die Sequenznummern prüft das Protokoll die Integrität und Konsistenz der Daten. UDP User Datagram Protocol ist ein verbindungsloses Protokoll. UDP sendet einfach Pakete und prüft nicht, ob sie ankommen. Die Integrität der Daten sichert - wenn überhaupt - die Software auf der Anwendungsschicht. Der Vorteil: UDP erwartet keine Reaktion von der anderen Seite und baut keine Verbindung auf. So ensteht etwa ein Drittel weniger Verkehr im Netzwerk. Quellen: LinuxUser 12/06; de.wikipedia.org. Ein paar nützliche Shell-Befehle zum Thema Netzwerk finden Sie unter Shell-Befehle > Netzwerk. |