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Unter Linux wird fast alles (Dateien, Verzeichnisse, Hardwareelemnte etc.) in Form einer Datei behandelt. Während Windows deutlich zwischen Dateien, Verzeichnissen oder Geräten wie Laufwerke und Druckern unterscheidet, lässt sich unter Linux alles wie eine normale Datei ansprechen. Selbst die physikalischen Geräte, die Laufwerke, der Hauptspeicher, die Soundkarte, das "schwarze Loch" /dev/null/ - aus der Sicht des Betriebssystems sind es alles Dateien, in die man etwas schreibt oder aus denen man etwas lesen kann. Linux unterscheidet sieben Typen: | Abkürzung | Bezeichnung | Kurze Erklärung | | - | - | Normale Dateien, auch "regular files" genannt. Umfasst alle Dateien wie Textdokumente, Bilder, Programme usw. | | d | Directory | Verzeichnisse, die Container für normale Dateien und Unterverzeichnisse. | | l | Link | Links oder Verknüpfungen. Es handelt sich nicht um eine Datei, sondern um einen Verweis auf eine Datei oder ein Verzeichnis. | | c | Char | Zeichenorientierte Gerätedateien werden zeichenweise beschrieben.Ein Beispiel ist Drucker an der parallelen Schnittstelle (/dev/lp0). | | b | Block | Als blockorientierte Gerätedateien gelten alle, die blockweise beschrieben werden, also z. B. IDE- und SCSI-Festplatten. Ein "ls -l /dev/hda" zeigt als Ausgabe "brw-rw---- 1 root disk 3, 0 2004-04-06 15:27 /dev/hda". | | s | Soket | Außerdem gibt es noch die so genannten Unix Domain Sokets, die man normalerweise nie zu Gesicht bekommt, aber ständig damit was zu tun hat. Sokets sind Kontaktpunkte, über die Anwendungen miteinander kommunizieren. Eine solche Soket-Datei liegt z. B. unter "/tmp/.X11-unix/" und wird jedesmal aufgerufen, wenn ein grafisches Programm startet. | | p | Pipe | Die siebte Gruppe sind die named pipes. Diese "benannten Röhren" dienen als Puffer für die Kommunikation zwischen zwei Prozessen. Beispiel: Ein Programm "A" schreibt in diese Datei etwas herein, was Programm "B" in exakt dieser Form wieder lesen kann. |
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